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Tagesausgabe

Der Quan Ho Club des Den Do Tempels: 30 Jahre Kulturintegration

Entdecken Sie die faszinierende Geschichte des Quan Ho Clubs des Den Do Tempels, der seit 30 Jahren das kulturelle Erbe Vietnams in die Tourismuslandschaft integriert.

Tom Schneider··4 Min. Lesezeit

In den letzten drei Jahrzehnten hat der Quan Ho Club des Den Do Tempels in Vietnam eine bemerkenswerte Rolle gespielt. Der Club hat nicht nur das vietnamesische kulturelle Erbe bewahrt, er hat es auch erfolgreich in die Tourismuslandschaft integriert. Das ist eine Geschichte, die viele von uns inspirein kann. Aber was macht diesen Club so besonders?

Die Ursprünge des Quan Ho Clubs reichen zurück in die 1990er Jahre. Damals war Vietnam noch am Anfang seiner wirtschaftlichen Öffnung, und das Bewusstsein für kulturelle Identität war stark ausgeprägt. Der Den Do Tempel, bekannt für seine Architektur und seine kulturellen Traditionen, wurde zu einem Zentrum für die Wiederbelebung der Quan Ho-Musik, einer Form des traditionellen Gesangs. Man könnte sagen, der Club entstand aus dem Bedürfnis heraus, Tradition mit Moderne zu verbinden.

Ein Fest der Traditionen

Wenn man den Den Do Tempel besucht, spürt man sofort die besondere Atmosphäre. Die Menschen kommen nicht nur wegen der Sehenswürdigkeiten, sondern auch, um die Musik zu erleben. Der Quan Ho Club hat es geschafft, monatliche Veranstaltungen zu etablieren, bei denen lokale Künstler auftreten. Das Ziel? Die reiche Tradition der Quan Ho-Musik lebendig zu halten und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ein typischer Abend im Tempel beginnt oft mit einem traditionellen Ritual. Die Teilnehmer versammeln sich, um den Göttern zu danken und um eine gute Aufführung zu bitten. Dann folgen die musikalischen Darbietungen. Notice how die Künstler in lebhaften, traditionellen Kostümen auftreten und das Publikum in ihren Bann ziehen. Es ist mehr als nur Musik; es ist eine Darstellung von Geschichte und Gemeinschaft.

Was ich besonders beeindruckend finde, ist die Art und Weise, wie der Club neue Mitglieder einbindet. Jüngere Generationen werden aktiv ermutigt, sich einzubringen. Man könnte denken, dass diese Traditionen für die Jugend irrelevant sind, aber das Gegenteil ist der Fall. Viele junge Menschen sind begeistert, mehr über ihre Kultur zu erfahren. Der Club hat Workshops und Ausbildungsprogramme initiiert, die den jungen Leuten ermöglichen, die Kunst der Quan Ho-Musik zu erlernen.

Der Quan Ho Club hat es nicht nur geschafft, das kulturelle Erbe zu bewahren, sondern auch, es in die moderne Touristenszene zu integrieren. Touristen aus aller Welt besuchen den Tempel, um nicht nur die Schönheit des Ortes zu genießen, sondern auch um Teil dieser einzigartigen Erfahrung zu werden.

Auf den ersten Blick könnte man denken, dass die hauptsächliche Motivation der Touristen das Sightseeing ist. Aber viele kommen, um ein Stück Kultur zu erleben, das sie sonst nirgendwo finden würden. Die Kombination aus Tradition und moderner Präsentation hat einen neuen Dialog zwischen Einheimischen und Besuchern geschaffen.

Die Rolle der Regierung kann hierbei auch nicht außer Acht gelassen werden. In den letzten Jahren hat sie erkannt, wie wichtig kulturelle Integrationsprojekte sind. Durch finanzielle Unterstützung und die Bereitstellung von Ressourcen wird der Quan Ho Club in seiner Mission gestärkt. Das ist nicht immer einfach, denn oft sind Gelder begrenzt und es gibt viele konkurrierende Interessen. Dennoch ist es beeindruckend zu sehen, wie der Club sich behauptet.

Der Erfolg des Quan Ho Clubs lässt sich auch an den vielen positiven Rückmeldungen messen, die die Teilnehmer nach den Veranstaltungen geben. Viele Besucher sind oft bewegt von den Aufführungen und bedanken sich für die authentische Erfahrung. Das zeigt, wie wichtig solche kulturellen Veranstaltungen für das Verständnis und den Respekt zwischen verschiedenen Kulturen sind.

Aber was kommt als Nächstes? In den kommenden Jahren plant der Quan Ho Club, noch mehr internationale Partnerschaften zu schließen. Die Idee ist, die Kunst der Quan Ho-Musik in andere Länder zu bringen und so den interkulturellen Dialog weiter zu fördern. Vielleicht werden wir eines Tages eine Aufführung in einem europäischen oder amerikanischen Kulturzentrum sehen.

Die Partnerschaften könnten auch den Austausch zwischen Künstlern fördern, was nicht nur für den Club, sondern auch für die gesamte vietnamesische Musikszene von Vorteil wäre. Und das ist es, was diese Initiative so besonders macht. Es geht nicht nur darum, ein kulturelles Erbe zu bewahren, sondern auch darum, es mit der Welt zu teilen.

Die nächsten 30 Jahre sehen also vielversprechend aus. Der Quan Ho Club des Den Do Tempels wird weiterhin eine Schlüsselrolle dabei spielen, das kulturelle Erbe Vietnams zu feiern und es für zukünftige Generationen zugänglich zu machen. Das ist nicht nur wichtig für die Vietnamesen, sondern auch für jeden, der ein Stück von dieser faszinierenden Kultur erleben möchte.

Nicht selten werde ich gefragt, warum wir uns so sehr für kulturelles Erbe interessieren sollten. Die Antwort ist einfach: Kultur verbindet uns. Sie erzählt Geschichten, die tief in unserer menschlichen Erfahrung verwurzelt sind. Und der Quan Ho Club versteht das besser als viele andere. Er zeigt uns, dass das Teilen von Kultur, das Feiern von Traditionen und das Einbringen junger Stimmen nicht nur bereichernd ist, sondern auch notwendig für das Überleben dieser Traditionen.